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In Wien regnete es und die Wetterprognose für das Weinviertel war auch nicht berauschend. Zwei Wanderinnen sagten daher in der Früh ab und ahnten nicht, was sie versäumten. Zunächst versäumten sie das Chaos bei den ÖBB. Der Zug nach Hollabrunn war storniert, aber trotzdem war er unterwegs, Denn als Heinz Christian davon informieren wollte, sagte dieser: "Das kann nicht sein, denn wir sitzen schon drinnen!" Tatsächlich mussten sie in Floridsdorf den Zug wechseln. Weiter ging es mit einem anderen Zug. Unterwegs kam die Durchsage: "Dieser Zug fährt nur bis Göllersdorf." Was uns aber nicht berührte, da wir ohnehin dort aussteigen wollten. Dann kam eine neue Durchsage: "Dieser Zug fährt doch bis Hollabrunn." Auch gut. Aber kurz vor Göllersdorf die neuerliche Durchsage: "Dieser Zug fährt doch nur bis Göllersdorf!" Dort angekommen verließen wir den Bahnhof und strebten dem ersten Gipfel Hundsberg mit 362 m zu. Abwärts ging es, um wenig später den zweiten Gipfel Geierberg (359 m) zu stürmen. Erschöpft von dieser Anstrengung ging es auf gemütlichen Waldwegen dem Ziel unserer Wanderung zu: dem Geißberg, dessen ergreifende 332 m mit der Koliskowarte gekrönt ist. Nur Sigrid hatte noch Kräfte, die Warte zu besteigen. Die übrigen müden Wanderer nahmen das mitgebrachte Mahl ein. Solcherart gestärkt strebten wir dem Bahnhof Hollabrunn zu. Mit aufmunternden Worten und Peitschenknallen trieb Heinz das müde Völkchen an, wodurch wir den Zug mit hängender Zunge gerade noch erreichten. Damit die Wetterprognose doch nicht ganz falsch war, zählten wir auf den letzten Metern ca. 5 - 10 Regentropfen, denn den vorangegangenen Weg legten wir bei bestem Wanderwetter und sogar einigen Sonnenstrahlen zurück. Gehzeit knapp 4 Std.; 14 km, +330/-300 Hm.
Tourenführer: Heinz St. / Fotos: Christian F.