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Wanderberichte

Nach langer Wanderabstinenz war die Freude über die Aufwärmwanderung groß. Vier Damen (Cornelia, Forough, Romana, Gerda) und vier Herren (Siegi, Werner, Paul, Heinz) gingen vom Kreisverkehr, natürlich mit den geforderten Mindestabständen, am Beginn der Karl-Bekehrty-Straße parallel zum Halterbach oberhalb Rieglerhütte bis zum Beginn des steilen Anstieges zur Sophienalpe. Dort erzählte Heinz die Geschichte über die Wiener Bergbahnen. Gerda verdrehte die Augen: "Nicht schon wieder." Aber Heinz war nicht zu bremsen, da es doch einige WanderInnen gab, die diese Geschichte nicht kannten. Dann gingen wir durch ein Seitental, das früher stark verwachsen war aber in der letzten Zeit gut begehbar gemacht wurde. Weiter ging es am Dianabründl vorbei zum "Wald der Ewigkeit", einem Waldfriedhof, wo wir unseren Mittagsimbiss auf den wenigen Bänken einnahmen. Problem war, dass wir keine Babyelefanten mit hatten, denn diese sind noch seltener als Klopapier und Germ. Wir lösten dieses Problem durch unsere Rucksäcke als Distanzhalter. Beim "Grünen Jäger" (Gott hab' ihn selig), zweigten wir von der Mauerbachstraße ab und passierten ein Grabdenkmal des Feldmarschall Laudon und später die Türkensteine. Nach einer Querung der Knödelhüttenstraße kam der Abstieg zum Ausgangspunkt unserer Wanderung Endstation Bus 52 A.
Ca. 3½ Stunden, 11 km, +/- 250 Hm,
Tourenführer: Heinz St.

DIVERSE “ERLEBNISSE”

 

 

AUTOSCHLÜSSEL

 

Einige waren im Auto, mit unserem Kameraden A., in die Steiermark mitgefahren. Er war an dem noch sonnigen Morgen in kurzer Hose los gewandert. Doch zog es nachmittags zu und wurde zusehends kälter. Vorsorglich hatte er eine Jacke und eine lange Trainigshose im Rucksack dabei, die er sich rasch überzog. Wieder beim Auto angekommen brach bei A. die Panik aus. Alle Säcke wurden mehrfach durchsucht, der Rucksack komplett ausgekippt und durchstöbert. Kein Schlüssel kam zum Vorschein. Völlig desperat und laut schimpfend rastete er total aus. Dann der erlösende Tipp von einer Mitgeherin: A., schau doch einmal in die Taschen deiner kurzen Hose! Darin war er dann – der verschollene Schlüssel.

 

WANDERSCHUHE

 

Der 444er, Verbindungsweg von Grinzing nach Mödling, war ausgeschrieben und als Treffpunkt die Endstelle der Linie 38 in Grinzing. R. traf mit dem Bus von Heiligenstadt ein, und als er ausstieg kam Heiterkeit auf – denn er hatte Schlapfen an! Uii – ist mir gar nicht aufgefallen, sagte er, die stehen daheim in Vorzimmer. Samstag Früh um 6:30 Uhr, da hat kein Schuhgeschäft geöffnet. Etwas ratlos standen wir da, um eine Lösung zu finden, die dann so aussah. Er nahm ein Taxi, fuhr in die Donaustadt um die Latschen. Wir warteten in der Bäckerei, auf seine Kosten. Schafften jedoch die 54 km trotz der Verspätung bis Mödling.

 

PRESSBAUM + RUST

 

Eine Tour war vom Bhf Pressbaum im Wienerwald über die drei Berge ausgeschrieben, mit Anreise wahlweise per Auto oder Bahn. Alle, bis auf Günther waren vor Ort. Anrufen war zwecklos, da er bekanntlich kein Handy hatte. Erst spät abends war er in seiner Wohnung erreichbar und beschwerte fürchterlichst: Niemand sei am Bahnhof gewesen! Es klärte sich aber bald alles auf. Denn er war mit der Ostbahn nach Pressburg in die Slowakei gefahren.

Etwas gleichartiges passierte bei einer späteren Burgendlandwanderung, Treffpunkt war Rust. Zwei Herrschaften fuhren jedoch nach Rust im Tullnerfeld. Auch dort waren sie allein.

3 Damen und 5 Herren gingen bei sonnigem aber windigem Wetter vom Bahnhof Furth nach Göttweig, wo Heinz über die Geschichte des Stiftes erzählte. Dann hinunter nach Klein-Wien, hinauf auf den Waxenberg, von wo sich ein herrlicher Blick auf das Stift bot. Danach ging es rüber zu den Mammutbäumen, die 1880 von Albert Dungl gepflanzt wurden. Über Paudorf und Klein-Wien erreichten wir den Bahnhof Furth/Göttweig. 16 km, 5 Std., +/- 645 Hm.
Tourenführer: Heinz St. / Fotos: Ingeborg P.

Etwas früher aufstehen gilt es für die Anreise nach Brunn an der Schneebergbahn, dennoch finden sich 17 Teilnehmer ein, um mit Theo in einen windigen Tag hinein zu wandern. Vorbei an der Eisensteinhöhle - das WC bei der Hütte bringt manchen Erleichterung – wandern wir bergwärts, Kuhschellen grüßen am Wege. Unser Ziel ist die unbekannte Burgstallhütte, ein im Privatbesitz befindliches Gebäude, mit herrlicher Aussicht auf die umliegenden Berge. Weiter geht es Richtung Finkenhaus und danach durch den Wald nach Dreistetten. Einkehr zur Mittagsrast beim Schuster. Ein paar Höhenmeter für den Kalorienabbau tun gut auf dem Weg nach Waldegg. Gesamt 4½ Std, 14 km, 550 Hm.
Tourenführer und Fotos: Theo M.

Ausfall des R-Zuges, daher mit S3 verspätet in Baden angekommen. Nicht in Gainfarn, sondern in Rauhenstein beginnt unsere geänderte Tour auf den Lindkogel. Wir nehmen den Weg 404 über Jägerhaus - der erste Anstieg - und folgen danach langsam ansteigend jenem Weg, den wir oft locker vom Lindkogel herunter gehen. Nur an wenigen Stellen spüren wir den Wind nicht, der uns heute entgegen bläst und der uns frösteln lässt. Um 13 Uhr erreichen wir unser Wanderziel und kehren ein zur Mittagsrast. Am Nachmittag geht es nur mehr bergab, bei der Cholerakapelle wollen wir den Bus erreichen. Am Beethovendenkmal vorbei queren wir die Schwechat über die neue Brücke, metallisch silbern, das tut den Augen weh.  4¼ Std, 12 km, 650 Hm.
Tourenführer und Fotos: Theo M.